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Schüler zeigen ihre Stärken Drucken
Projekt: Bund fördert Berufsorientierungsprogramm / Bei der Kreishandwerkerschaft lernen sich Siebtklässler besser kennen
04.09.2010 - MAZ

Von Martina Burghardt

Die Ausbilder des Lehrbauhofs der Kreishandwerkerschaft Teltow-Fläming hatten in den zurückliegendes Tagen einmal weniger mit Berufsanfänger zu tun.
Sie widmeten sich hauptsächlich den Siebtklässlern der Freien Oberschule Baruth, die noch ein wenig Zeit haben, bevor sie sich um ihre berufliche Zukunft kümmern.

maz-vtrempler.jpg Damit der Übergang leichter wird, hat das Bundesbildungsministerium ein Programm zur Berufsorientierung aufgelegt. In Theorie und Praxis sollen den Schülern ihre Stärken vor Augen geführt werden. Pädagogen des Lehrbauhofes haben sich zunächst in einer dreitägigen Potenzialanalyse mir dem Lern und Arbeitsverhalten, mit der persönlichen und sozialen Kompetenz der Mädchen und Jungen beschäftigt. „ Wir wollen die Stärken sichtbar machen, die manchmal noch unerkannt sind“, so Ausbildungsleiterin Vilma Trempler. Das geschieht mit Hilfe von Präsentationen und Teamübungen, bei denen ein Erlebnispädagoge die Ausbilder der Kreishandwerkerschaft unterstützt. Die Ergebnisse der zu lösenden Aufgaben und die Beobachtungen fließen in die Analyse ein. Außerdem finden Einzelgespräche statt.

Leistungsbereitschaft, Sorgfalt, Teamfähigkeit, Zuverlässigkeit, Konfliktfähigkeit- das sind nur einige der Kriterien, nach denen die Kompetenzen von Siebtklässlern beurteilt werden. Für jeden einzelnen Schüler wird ein Zertifikat erstellt, das die Teilnahme an der Potenzialanalyse bestätigt und eine Beurteilung enthält.

Nach den Herbstferien startet der zweite Teil dieses Berufsorientierungsprojektes. Zehn Tage lang können die Schüler im Jüterboger Lehrbauhof ausprobieren, welche praktische Tätigkeit ihnen am meisten liegt, ob es eher die körperliche Arbeit auf der Baustelle oder doch die geistige im Büro sein soll. Angebote gibt es außerdem im Bereich Lager und Handel sowie Küche und Hauswirtschaft.
„ Wir sehen, was ist an Talenten da, was kann sich herausbilden“, so Vilma Trempler. Hauptsächlich geht es um die verschiedenen Berufsfelder im Handwerk. Die Betriebe brauchen Fachkräfte, die Schüler der achten Klasse einen Praktikumsplatz. So wird die Kreishandwerkerschaft ihrer Vermittlungsfunktion gerecht.

Und noch einen Nebeneffekt haben die Projekttage im Lehrbauhof: Die Siebtklässler, die aus verschiedenen Grundschulen zusammenkommen, sitzen erst seit weinigen Tagen gemeinsam auf der Schulbank. Beim Lösen der Aufgaben und bei den Präsentationen lernen sie sich besser kennen als im Unterricht- aus einer Klasse wird vielleicht schneller ein Team. Die Baruther Schüler haben den Anfang bei dieser Berufsorientierung der Kreishandwerkerschaft gemacht. „Wir sind mit mehreren Schulen im Gespräch“ so Vilma Trempler.
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erstellt: TKI & Ssoft-Solutions